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Zombie-Apokalypse aus Korea: Die 7 Besten Webtoons für Survival-Horror-Fans

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Summary: Eine fundierte Analyse der besten koreanischen Zombie-Webtoons. Von psychologischem Horror bis hin zu gesellschaftskritischen Survival-Geschichten – diese Werke definieren das Genre neu.

Das Phänomen der Koreanischen Zombie-Webtoons

Während westliche Zombie-Erzählungen oft auf Action und Gore setzen, haben koreanische Webtoon-Künstler das Genre zu einer Kunstform der gesellschaftlichen Reflexion entwickelt. Diese Werke verbinden packende Survival-Spannung mit tiefgreifenden Fragen über menschliche Natur, soziale Hierarchien und den Zusammenbruch zivilisatorischer Normen.

Genre-Analyse: Was Macht Koreanische Zombie-Webtoons Besonders?

Die koreanische Herangehensweise unterscheidet sich fundamental von japanischen Manga wie Highschool of the Dead oder amerikanischen Comics wie The Walking Dead. Drei Merkmale stechen hervor:

  • Soziale Kritik: Die Apokalypse dient als Brennglas für gesellschaftliche Probleme
  • Psychologische Tiefe: Charakterentwicklung steht gleichberechtigt neben Action
  • Visuelle Innovation: Das vertikale Scroll-Format ermöglicht einzigartige Spannungseffekte

Die Top 7 Zombie-Webtoons im Detail

1. Sweet Home (스위트홈)

Autoren: Kim Carnby (Story), Hwang Young-chan (Zeichnungen)
Plattform: Webtoon, auch auf Deutsch verfügbar
Genre-Einordnung: Body Horror meets Coming-of-Age

Ein Meisterwerk, das die Transformation von Menschen in Monster als Metapher für unterdrückte Wünsche und Traumata nutzt. Für Fans von Parasyte und Tokyo Ghoul ein absolutes Muss. Die Netflix-Adaption erreichte auch in Deutschland Top-10-Platzierungen.

2. Hellbound (지옥)

Autor: Yeon Sang-ho (Regisseur von Train to Busan)
Genre-Einordnung: Religiöser Horror, Gesellschaftsthriller

Kein klassischer Zombie-Webtoon, aber ein brillantes Werk über kollektive Hysterie und religiösen Fanatismus. Die Frage "Was passiert, wenn das Übernatürliche beweisbar wird?" wird hier konsequent durchdacht.

3. All of Us Are Dead (지금 우리 학교는)

Autor: Joo Dong-geun
Genre-Einordnung: Schulhorror, Survival

Der Webtoon hinter der erfolgreichen Netflix-Serie. Im Original deutlich brutaler und psychologisch komplexer. Die Kritik am koreanischen Bildungssystem – dem berüchtigten "Suneung"-Prüfungsdruck – ist universell verständlich und trifft auch deutsche Leser.

4. Dead Days

Genre-Einordnung: Realistischer Survival-Horror

Verzichtet auf übermenschliche Fähigkeiten und zeigt stattdessen, wie gewöhnliche Menschen in Extremsituationen reagieren. Vergleichbar mit dem Realismus von 28 Days Later.

5. The World After the Fall (멸망 이후의 세계)

Genre-Einordnung: Post-Apokalypse, Fantasy-Action

Für Leser, die Solo Leveling oder Omniscient Reader's Viewpoint mochten. Der Protagonist verweigert sich den etablierten Überlebensregeln und beschreitet einen eigenen Weg.

6. Shotgun Boy (샷건 보이)

Autoren: Carnby Kim & Hongpil
Genre-Einordnung: Action-Horror, Spin-off

Ein Spin-off im Sweet-Home-Universum mit eigenständiger Geschichte. Mehr Action-orientiert, aber mit der gleichen emotionalen Tiefe.

7. Pigpen (돼지우리)

Autor: Carnby Kim
Genre-Einordnung: Psychologischer Horror

Obwohl technisch kein Zombie-Webtoon, teilt dieses Werk die thematische DNA: Isolation, Entmenschlichung und Überlebenskampf. Ein verstörendes Meisterwerk.

Wo Kann Man Diese Webtoons Lesen?

  • Webtoon App: Größte Auswahl, viele Titel auf Englisch, einige auf Deutsch
  • Piccoma: Japanische Plattform mit wachsendem koreanischen Katalog
  • Tapas: Alternative Plattform mit Indie-Titeln
  • Crunchyroll: Für Anime-Adaptionen der Webtoons

Das Vertikale Leseerlebnis: Technische Innovation

Im Gegensatz zum traditionellen Manga-Format (Seiten, die man blättert) nutzen Webtoons das vertikale Scrollen. Diese Technik ermöglicht einzigartige Erzähltechniken:

  • Langsamer Aufbau durch leere Panels
  • Schockmomente, die beim Scrollen plötzlich erscheinen
  • Farbverwendung zur Atmosphäregestaltung

Kultureller Kontext: Korea und die Apokalypse

Südkoreas rasante Modernisierung, der Koreakrieg und die ständige Bedrohung durch Nordkorea haben eine Gesellschaft geformt, die existenzielle Ängste künstlerisch verarbeitet. Der "Han" (한) – ein koreanisches Konzept für kollektives Leid und Sehnsucht – durchzieht viele dieser Werke. Für deutsche Leser, deren eigene Geschichte ebenfalls von Teilung und Wiederaufbau geprägt ist, bieten diese Erzählungen unerwartete Resonanzen.

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